  Linux ZIP-Laufwerk HOWTO
  Marco Budde (Budde@tu-harburg.de)
  v3.0, 16. April 2000

  In diesem HOWTO wird beschrieben, wie man ein ZIP-Laufwerk unter Linux
  installiert und benutzt.


  1.  Einleitung

  1.1.  Feedback


  Falls Sie Fehler in dieser HOWTO finden sollten oder Ihnen ein
  Abschnitt unverstndlich erscheint, zgern Sie bitte nicht, mir dieses
  per E-Mail mitzuteilen.

  Sie erreichen mich per E-Mail unter folgender Adresse:


       Internet: Budde@tu-harburg.de


  Falls Sie Probleme bei der Installation, Konfiguration oder Benutzung
  Ihres ZIP-Laufwerkes haben, stellen Sie diese Fragen am besten in
  einer Linux-Newsgruppe wie z.B.:


       de.comp.os.unix.linux.misc


  Hier lesen mit groer Wahrscheinlichkeit Anwender mit, die schon das
  gleiche Problem wie Sie gehabt und gelst haben.


  Mir selbst fehlt die Zeit, Fragen zu ZIP-Laufwerken per E-Mail zu
  beantworten.



  1.2.  Copyright

  Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschtzt. Das Copyright liegt
  bei Marco Budde.

  Das Dokument darf gem der GNU General Public License verbreitet
  werden. Insbesondere bedeutet dieses, da der Text sowohl ber
  elektronische wie auch physikalische Medien ohne die Zahlung von
  Lizenzgebhren verbreitet werden darf, solange dieser Copyright-
  Hinweis nicht entfernt wird. Eine kommerzielle Verbreitung ist erlaubt
  und ausdrcklich erwnscht. Eine Publikation in Papierform bedarf der
  Zustimmung des Autors.

  Alle Rechte vorbehalten.


  2.

  Das ZIP-Laufwerk

  2.1.  Grundlagen



  Das ZIP-Laufwerk der Firma Iomega ist ein kleines und recht populres
  Wechselplatten-Laufwerk. Es existieren zwei verschiedene Typen von
  Medien und dazu passende Laufwerke, die 100 MB bzw.  250 MB pro Medium
  speichern knnen.

  Vor allem die Laufwerke fr die 100 MB Medien sind sehr weit
  verbreitet und eignen sich deshalb sehr gut fr den Austausch von
  Daten zwischen verschiedenen Rechnern. Sie ersetzen mehr und mehr die
  1,44 MB-Diskettenlaufwerke, die fr die heutigen Datenmengen
  hoffnungslos zu klein sind.

  Zur Archivierung von Daten sind die ZIP-Laufwerke allerdings weniger
  geeignet:


    Die Laufwerke selbst sind zwar sehr gnstig, aber die Medien sind
     pro MByte ziemlich teuer. So sind die Medien sechsmal teurer wie
     Medien fr MODs und dreiigmal so teuer wie beschreibare CD-ROMs.

    ZIP-Laufwerke arbeiten wie Disketten mit einer rein magnetische
     Speicherung der Daten. Bei dieser Methode ist es durchaus mglich,
     da nach einigen Jahren die Medien teilweise nicht mehr lesbar
     sind. Auch werden die Medien nicht berhrungslos gelesen, so da
     hier mit Abnutzungserscheinungen zu rechnen ist.  MODs und CD-ROMs
     lesen die Medien hingegen optisch aus und verwenden auch ein
     anderes physikalisches Prinzip, um die Daten zu speichern, so da
     hier mit einer deutlich lngeren Haltbarkeit zu rechnen ist.

  Beide Laufwerkstypen gibt es in verschiedenen Bauformen und mit
  unterschiedlichen Schnittstellen. So gibt es nicht nur interne sondern
  auch externe Laufwerke, die besonders dann interessant sind, wenn
  nicht alle Rechner, mit denen man Daten austauschen mchte, ber ein
  solches Laufwerk verfgen. In einem solchen Fall kann man dann einfach
  das Laufwerk mitnehmen.

  An Schnittstellen kann man beim Kauf zwischen folgenden whlen:
  parallele Schnittstelle, IDE, SCSI und USB. Das ZIP100 gibt es
  auerdem in der sogenannten Plus Variante. Dieses externe Laufwerk hat
  sowohl eine parallele wie auch eine SCSI-Schnittstelle. Allerdings
  berichten viele Anwender von Problemen mit der SCSI-Schnittstelle der
  Plus Variante.

  Neben der heute fr die IDE-Schnittstelle verfgbaren Version gab es
  frher noch eine IDE-Version des ZIP100, die sich fr den PC wie eine
  Festplatte statt wie eine Wechselplatte verhielt. Diese Version aus
  den Anfangstagen hatte je nach Betriebssystem allerdings diverse
  Nachteile und ist heute nicht mehr erhltlich.

  Das externe ZIP-Laufwerk fr die parallele Schnittstelle enthlt ein
  ZIP-Laufwerk mit einer SCSI-Schnittstelle und einem integrierten
  Konverter, der die SCSI-Schnittstelle in eine parallele Schnittstelle
  umwandelt. Das ist auch der Grund, warum man fr diese Version einem
  SCSI-Treiber fr Linux bentigt; dazu spter noch mehr.



  2.2.  Welches ZIP-Laufwerk sollte man nehmen?


  Falls man noch kein ZIP-Laufwerk besitzt und erst eines erwerben
  mchte, sollte man sich genau berlegen, welches man nehmen sollte.
  Eine ausfhrliche Beschreibung der Laufwerke ist auf der Homepage von
  Iomega zu finden:


       http://www.iomega.de/


  Mchte man das Laufwerk nur mit dem eigenen Rechner benutzen, ist in
  der Regel ein internes IDE- oder SCSI-Laufwerk zu empfehlen, da diese
  deutlich schneller sind wie z.B. die externen Laufwerke fr die
  parallele Schnittstelle. Auerdem spart man sich so die ganzen
  zustzlichen Kabel und ein zustzliches Netzteil.

  Das externe Laufwerk mit einer parallelen Schnittstelle ist vor allem
  dann sinnvoll, wenn man das Laufwerk an vielen anderen PCs
  anschliessen mchte. Schlielich verfgt eigentlich jeder PC ber eine
  externe parallele Schnittstelle.

  Von den USB-Laufwerken ist zur Zeit im Zusammenhang mit Linux
  abzuraten, da Linux USB bisher nicht untersttzt.

  Schlielich mu man sich noch zwischen der 100 MB und der 250 MB
  Variante des ZIP-Laufwerkes entscheiden. Hier fllt die Wahl
  eigentlich immer auf das ZIP100. Es gibt einfach zu wenige PCs, die
  ber ein ZIP250 verfgen, so da man die 250 MB Medien zum
  Datenaustausch sowieso nicht nutzen kann. Und fr eine Archivierung
  von greren Datenmengen sind ZIP-Medien viel zu teuer. Hier ist es
  dann schnell gnstiger, sich zustzlich zu einem ZIP100 noch ein MOD-
  Laufwerk oder einen CD-Brenner zu kaufen.



  3.


  Kernelkonfiguration

  Der erste Schritt, um ein ZIP-Laufwerk unter Linux nutzen zu knnen,
  besteht darin, in den Linux Kernel die passenden Treiber
  einzukompilieren oder als Modul zu laden. Falls Sie noch keine
  Erfahrung mit dem Linux Kernel gesammelt haben sollten, empfiehlt es
  sich, einen Blick in die Kernel HOWTO zu werfen.
  Um einen neuen Kernel mit den passenden Treiber bersetzen zu knnen,
  mu der Source des Kernels zuerst konfiguriert werden.  Hierzu
  wechselt man in der Verzeichnis mit dem Source - in der Regel
  /usr/src/linux - und gibt dort ein:



       make menuconfig




  In dem Programm, das dann gestartet wird, gilt es, die passenden
  Treiber auszuwhlen. Fr welches Laufwerk welche Treiber bentigt
  werden, werden wir gleich noch nher sehen. Nach der Konfiguration mu
  der Kernel bersetzt und installiert werden:



       make dep clean bzImage modules
       make modules_install




  Jetzt mu noch LILO aufgerufen und der Rechner neu gebootet werden, um
  den neuen Kernel zu aktivieren.



  3.1.



  IDE-Version

  Um die Treiber fr die IDE-Versionen zu bersetzen, mu im Hauptmen
  der Kernelkonfiguration der Menpunkt Block devices gewhlt werden.
  In dem darauf folgenden Men mssen mindestens die beiden folgenden
  Punkte aktiviert sein:



       <*> Enhanced IDE/MFM/RLL disk/cdrom/tape/floppy support
       --- Please see Documentation/ide.txt for help/info on IDE drives
       [ ]    Use old disk-only driver on primary interface
       < >    Include IDE/ATA-2 DISK support
       < >    Include IDE/ATAPI CDROM support
       < >    Include IDE/ATAPI TAPE support
       <*>    Include IDE/ATAPI FLOPPY support




  Falls man noch weitere IDE-Gerte besitzt, mssen natrlich auch die
  fr diese Gerte notwendigen Treiber aktiviert werden. Auch fr manche
  IDE-Chipstze auf den Motherboards gibt es spezielle IDE-Treiber und
  -Patches.


  3.2.

  SCSI-Version

  Wenn man ein ZIP-Laufwerk mit SCSI-Schnittstelle in einen Rechner
  einbaut, der bereits vorher eine SCSI-Festplatte oder SCSI-
  Wechselplatte enthielt, so ist keine weitere Konfiguration am Linux
  Kernel notwendig, da alle SCSI-Festplatten und SCSI-Wechselplatten von
  ein und dem selben Treiber angesteuert werden.

  Die fr das ZIP-Laufwerk bentigten Treiber befinden sich unter dem
  Menpunkt SCSI support. Die folgenden beiden Optionen mssen
  aktiviert werden:



       <*> SCSI support
       --- SCSI support type (disk, tape, CD-ROM)
       <*> SCSI disk support




  Neben diesen Treibern mu der Treiber fr den verwendeten SCSI-
  Hostadapter aktiviert werden. Iomega legt der SCSI-Version des
  Laufwerkes in der Regel einen einfachen Hostadapater mit Adaptecs
  AHA 152x Chipsatz bei.  Falls man noch keinen eigenen SCSI-Hostadapter
  besitzt und den beiliegenden benutzten mchte, so mu unter SCSI low-
  level drivers dieser Treiber ausgewhlt werden:



       <*> Adaptec AHA152X/2825 support




  Da dieser Hostadapter von Linux nicht automatisch erkannt werden kann,
  mu man ihn Linux mit dem Bootparameter aha152x= bekannt machen. Eine
  Beschreibung dieses Parameter ist in der BootPrompt HOWTO zu finden.



  3.3.

  Version fr die parallele Schnittstelle

  Da die ZIP-Laufwerke fr die parallele Schnittstelle - wie vorher
  schon beschrieben - ein SCSI-Laufwerk mit einem SCSI-Hostadapter fr
  die parallele Schnittstelle enthalten, erfolgt die Konfiguration des
  Kernels mehr oder weniger analog zu der der SCSI-Version.

  Unter Character devices mu die Untersttzung der parallelen
  Schnittstelle eingeschaltet werden:



       <*> Parallel printer support




  Als nchstes mu wieder unter SCSI support die SCSI-Untersttzung
  aktiviert werden:



       <*> SCSI support
       --- SCSI support type (disk, tape, CD-ROM)
       <*> SCSI disk support


  Jetzt fehlt nur noch der Treiber fr den im externen Laufwerk
  eingebauten SCSI-Hostadapter. Es stehen gleich zwei Treiber zur
  Auswahl: PPA und IMM.  Der PPA-Treiber ist fr ltere ZIP-Laufwerke
  gedacht. Seit dem ZIP100 Plus mu der IMM-Treiber benutzt werden.



       <*> IOMEGA parallel port (ppa - older drives)
       < > IOMEGA parallel port (imm - newer drives)




  Welchen der beiden Treiber man aktivieren sollte, hngt also von dem
  verwendeten Laufwerk ab. Im Zweifelsfall mu man halt beide
  ausprobieren.



  3.4.

  Rechner neu booten

  Nachdem man den Kernel konfiguriert, kompiliert und installiert hat,
  mu der Rechner neu gebootet werden. Beim Booten sollte jetzt, wenn
  bei der Konfiguration alles richtig funktioniert hat, das ZIP-Laufwerk
  gefunden werden.

  Bei einem SCSI-Laufwerk an einem NCR 810 SCSI-Hostadapter sieht das
  z.B. so aus:



       ncr53c8xx: at PCI bus 0, device 9, function 0
       ncr53c8xx: 53c810 detected
       ncr53c810-0: rev=0x02, base=0xe7000000, io_port=0xe400, irq=11
       ncr53c810-0: ID 7, Fast-10, Parity Checking
       ncr53c810-0: restart (scsi reset).
       scsi0 : ncr53c8xx - version 3.2
       scsi : 1 host.

       [...]

         Vendor: IOMEGA    Model: ZIP 100           Rev: J.03
         Type:   Direct-Access                      ANSI SCSI revision: 02
       Detected scsi removable disk sdc at scsi0, channel 0, id 5, lun 0




  Die letzte Zeile zeigt, da Linux dem ZIP-Laufwerk dieses Beispiels
  das Device /dev/sdc zugewiesen hat. Bei einem ZIP-Laufwerk fr die
  parallele Schnittstelle wird die Meldung hnlich aussehen, allerdings
  wird am Anfang natrlich ein andere Hostadapter erkannt.

  Bei einem IDE-Laufwerk sieht die Meldung ungefhr so aus.



       hdc: IOMEGA ZIP 100 ATAPI, ATAPI FLOPPY drive
       Partition check:
       hdc: 98304kB, 196608 blocks, 512 sector size
       hdc: 98304kB, 96/64/32 CHS, 4096 kBps, 512 sector size, 2941 rpm
       hdc: hdc4


  Hier erhlt das Laufwerk das Device /dev/hdc.

  Falls man beim Booten Probleme hat, die durchlaufenden Meldungen
  schnell gut zu lesen, kann man sich alle Meldungen nach dem Booten mit
  dem Befehl dmesg anschauen.



  4.

  Nutzung des Laufwerkes


  Ein von Linux erkanntes ZIP-Laufwerk kann wie jedes andere Laufwerk
  ber sein Device angesprochen werden. Es ist mglich, mit jeder Linux
  Anwendung direkt auf das Laufwerk und seine Daten zuzugreifen.


  4.1.

  ZIP-Medien mounten

  Standardmig enthalten ZIP-Medien von Iomega eine Partition mit der
  Nummer 4, wobei diese Partition mit einem MS-DOS-Dateisystem
  formatiert ist. Um ein solches Medium zu mounten, wrde man folgendes
  eingeben:



       mount -t vfat /dev/sdc4 /zip




  Die letzten beiden Parameter sind an die eigene Konfiguration
  anzupassen. In dem Beispiel wurde von einem SCSI-Laufwerk ausgegangen,
  dem Linux das Device /dev/sdc zugewiesen hat. Linux ordnet jeder
  Partition auf einem Device ein weiteres Device zu. Deshalb wird die
  vierte Partition des Laufwerkes mit dem Device /dev/sdc4 angesprochen.
  Der Mountpoint ist in diesem Beispiel /zip.

  Natrlich mu der Mountpoint existieren, damit das Medium erfolgreich
  gemountet werden kann. Existiert das Verzeichnis noch nicht, mu es
  angelegt werden:



       mkdir /zip




  Mit



       umount /zip




  kann ein Medium wieder freigegeben werden. Bevor dieses nicht passiert
  ist, sperrt Linux den Auswurfknopf des ZIP-Laufwerkes.



  4.2.


  ZIP-Medien partitionieren


  Je nach Verwendungszweck kann es sinnvoll sein, die ZIP-Medien neu zu
  partitionieren und zu formatieren.

  Folgende Formen der Partitionierung sind bei ZIP-Medien blich:


     Superfloppy
        Hier verzichtet man vollstndig auf eine Partitionierung.  Man
        spricht also z.B. direkt das Device /dev/sdc an. Das ZIP-Medium
        verhlt sich dann also wie eine normale Diskette.


     1. Partition
        Das Medium enthlt eine Partition und zwar die erste in der
        Partitionstabelle. Es wird dann z.B. das Device /dev/sdc1
        benutzt.


     4. Partition
        Das Medium enthlt eine Partition und zwar die vierte in der
        Partitionstabelle. Es wird dann z.B. das Device /dev/sdc4
        benutzt. So liefert Iomega die Medien aus.

  Welche Partitionierung man whlt, bleibt einem selbst berlassen.
  Meiner Meinung nach macht das Superfloppy-Konzept am meisten Sinn,
  da man Partitionen sowieso nicht bentigt und es sich ja nicht um eine
  Festplatte handelt. Fr den Datenaustausch mit anderen
  Betriebssystemen kann es aber sinnvoll sein, die vierte Partition zu
  benutzen, da eventuell manche Systeme davon ausgehen, da der Anwender
  das Medium nicht neu partitioniert hat.


  Um ein ZIP-Medium neu zu partitionieren, kann das Programm fdisk
  benutzt werden. Das Programm wird so aufgerufen:



       fdisk /dev/sdc




  Hierbei ist /dev/sdc wieder das Device des ZIP-Laufwerkes.  Mit p
  kann man sich dann die auf dem Medium vorhandene Partitionstabelle
  anschauen:



       Command (m for help): p

       Disk /dev/sdc: 64 heads, 32 sectors, 96 cylinders
       Units = cylinders of 2048 * 512 bytes

          Device Boot    Start       End    Blocks   Id  System
       /dev/sdc4   *         1        96     98288    6  FAT16





  Um eine bestehende Partition zu lschen, kann der Menpunkt d
  benutzt werden. Mit n wird eine neue Partition angelegt. Nach der
  Erzeugung einer neuen Partition sollte man auch den Typ der Partition
  mit dem Menpunkt t richtig setzen. Sind alle nderung an der
  Partitionstabelle durchgefhrt, wird sie w abgespeichert. Dabei
  gehen in der Regel alle Daten auf dem Medium verloren!



  4.3.


  ZIP-Medien formatieren


  Das Medium kann mit fast allen von Linux untersttztem Dateisystem
  formatiert werden. Gebruchtlich sind vor allem die Dateisysteme VFAT
  (Windows 95) und ext2 (Linux). Wenn man keine Dateirechte bentigt,
  empfiehlt es sich meistens, das VFAT-Dateisystem zu benutzen, da man
  dieses nicht nur unter Linux sondern auch mit den meisten anderen
  Betriebssystemen lesen kann.

  Um z.B. das Medium in Laufwerk /dev/sdc, das als Superfloppy genutzt
  werden soll, mit einem ext2-Dateisystem zu versehen, benutzt man
  folgenden Befehl:




       mke2fs /dev/sdc




  Ein VFAT-Dateisystem kann mit dem mkdosfs-Kommando erzeugt werden.
  Beide Programme kennen eine groe Anzahl von Optionen, die in den
  beiden Manual Pages zu den Programmen beschrieben werden.



  4.4.


  ZIP-Medien einfacher mounten

  Es ist ja relativ lstig, immer den kompletten Befehl zum Mounten der
  ZIP-Medien per Hand einzugeben. Besser ist es, da Laufwerk in die
  Datei /etc/fstab einzutragen.  Ein solcher Eintrag fr die
  standardmig partitionierten und formatierten ZIP-Medien sieht dann
  z.B. so aus:



       /dev/sdc4    /zip    vfat   defaults   0 0




  Hufig mchte man zustzlich die Optionen user, gid und umask
  benutzen, um normalen Benutzern das Mounten und Beschreiben der ZIP-
  Medien zu ermglichen. Eine Beschreibung dieser Optionen sind in der
  Manual Page von mount zu finden.

  Nachdem man ein Laufwerk so eingetragen hat, kann man ein ZIP-Medium
  einfach so mounten:

       mount /zip




  Aber selbst dieser kurze Befehl kann einem zuviel werden, wenn man die
  Medien hufig im laufenden Betrieb wechselt.  Eine sehr schne
  Alternative bietet hier der Treiber autofs des Linux Kernels, der
  Laufwerke bei einem Zugriff automatisch mountet und nach einer
  bestimmten Zeit ohne Zugriff automatisch wieder freigibt.



  4.5.





  Tools fr ZIP-Laufwerke

  Im Gegensatz zu normalen Disketten und z.B. MODs verfgen ZIP-Medien
  ber keinen Schalter zur Aktivierung eines Schreibschutzes.
  Allerdings lt sich ein ZIP-Medium mittels eines speziellen
  Programmes mit einem Schreibschutz versehen.  Damit Viren und hnliche
  Programme den Schreibschutz nicht einfach per Software wieder
  deaktivieren knnen, kann der Schreibschutz mit einem Pawort
  geschtzt werden.

  Folgende Programme knnen den Schreibschutz und das Pawort verndern:


     mtools
        http://mtools.ltnb.lu/


     GtkZip
        http://www.smallpig.net/gtkzip/




























